9. Juli: Flüchtlinge und Anwohner feiern Zuckerfest

In dieser Woche endet der Fastenmonat Ramadan, was von Muslimen in aller Welt mit einem ihrer wichtigsten religiösen Feste begangen wird. Zu diesem Anlass öffnet der Betreiber der Unterkunft für geflüchtete Menschen am Groß-Berliner Damm 59 in Johannisthal am Samstag, den 9. Juli, von 15-19Uhr für Anwohner und Interessierte die Tore, um sich besser kennen zu lernen und gemeinsam zu feiern.

Als im Oktober vergangenen Jahres das ehemalige Gästehaus der Bundesakademie für öffentliche Verwaltung zum vorläufigen Zuhause für 550 „Neujohannisthaler“ wurde, ging alles recht schnell. Die vorwiegend Familien aus Syrien, dem Irak und Afghanistan kamen in einen Stadtteil, der bis dahin nicht gerade für einen wahrnehmbaren Ausländeranteil bekannt war. Von heute auf morgen prallten da schon mal Welten aufeinander. Die anfängliche Sorge, dass es anhaltende Proteste wie in anderen Teilen Berlins geben könnte, wurden glücklicherweise nicht bestätigt. Einen entscheidenden Beitrag dazu leistete sicher auch, dass relativ schnell wichtige Akteure vor Ort an einen Tisch zusammen kamen.

Von Anfang an dabei auch der Betreiber der Unterkunft, das Christliche Jugendwerkdorf (CJD), und die Freiwilligeninitiative Johannisthal-Hilft. Viele der Mitarbeiter und ehrenamtlich Engagierten begleiten einen Großteil der Flüchtlinge nun bereits schon über 9 Monate auf ihrem Weg, in Deutschland Fuß zu fassen. Der überwiegende Teil der Bewohner am Groß-Berliner Damm zeigt sich nach wie vor hoch motiviert, Deutsch zu lernen und Arbeit zu finden. Das Warten auf die Entscheidung des Asylantrags behindert jedoch vieles, was zum Ankommen dazu gehört.

Unschätzbar an Wert bleibt deshalb für viele Bewohner der persönliche Kontakt zu Einheimischen, dem vor allem Johannisthal-Hilft mit verschiedenen Angeboten, wie etwa der Spendenkammer, dem Gemeinschaftsgarten, der Fahrradgarage, Sprach- und Handarbeitskursen, oder dem sonntäglichen BegegnungsCafé versucht gerecht zu werden, und dabei ganz konkrete Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Wer sich über Möglichkeiten eines ehrenamtlichen Engagements für die Flüchtlinge am Groß-Berliner Damm informieren möchte, sei hierfür ebenfalls gern eingeladen am kommenden Samstag, den 9.Juli, vorbei zu schauen, oder besuche die Internetseite www.johannsithal-hilft.de.

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2 Kommentare zu 9. Juli: Flüchtlinge und Anwohner feiern Zuckerfest

  1. sandra design sagt:

    Interessanter Artikel, danke für die Informationen. Hoffe das alle Menschen egal welche Religion eines Tages mit einander zurecht kommen.

    Gruß Sandra

  2. Samir sagt:

    Ich bin zwar nicht hier her geflüchtet, aber ich bin auch keine Deutsche. Ich komme aus dem Sudan. Ich lebe, lerne und arbeite seit ungefähr 5 Jahren in Deutschland. Seit 2 Jahren arbeite ich ehrenamtlich in einem Flüchtlingsheim und bin immer wieder tief von der freundlichkeit der Deutschen beeindruckt. Ihr seit einfach so unfassbar offen für alles Neuen…unglaublich. Ich muss aber sagen: erst im Flüchtlingsheim habe ich intensiv Deutsch gelernt. Auch wenn ich vorher auf einer Sprachschule war, die wirklich super Arbeit geleistet hat. Aber die Sprache habe ich erst richtig gelernt, als ich begonnen habe sie anderen beizubringen. Und seit fast 4 Monaten gebe ich regelmäßig Nachhilfe

    Ich wäre gern zum Fest gekommen, aber leider habe ich zu der Zeit meine telc Abschlussprüfung geschrieben..

    Liebe Grüße
    Samir

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